Musik zur Hochzeit in der Kirche

Die passende Musik zur kirchlichen Hochzeit

Bei der Trauzeremonie ist die Musik und die richtige Wahl der Lieder absolut wichtig denn sie soll ja die Trauzeremonie begleiten, untermauern, eine Grundlage zur Predigt bieten und die Gedanken des Pfarrers/Priesters unterstützen. Man muss also zunächst einmal grob klären, wie die eigene kirchliche Hochzeit ablaufen wird. Grundsätzlich sieht der Aufbau immer in etwa so aus:

Typischer Ablauf der kirchlichen Trauung (Wortgottesdienst ohne Abendmahl)

  • Vorspiel
  • Einzug
  • Musik (ruhig)
  • Begrüßung+Gebet
  • Lesung
  • Musik
  • Evangelium und Predigt
  • Musik (getragen, nachdenklich)
  • Trauzeremonie, Lesung, Ringtausch
  • Musik (Liebeslied)
  • Fürbitte
  • Vater Unser
  • Musik
  • Schlußgebet
  • Schluß-Segen
  • Auszug


In dieser Liste sieht man schon, dass die Bedeutung von Musik und Liedern währen einer Hochzeit wirklich bedeutsam ist. Zunächst muss man bei der Planung klären, ob man einen Organisten für die Orgel hat (und ob die Kirche eine Orgel hat die spielbar ist). Kann man einen kleinen Chor organisieren? Hat man Solisten und Musiker in der Familie?

Ein paar Tipps und Empfehlungen zu den einzelnen Punkten:

Beim Vorspiel, das üblicherweise ca. 30 Minuten vor Gottesdienstbeginn anfängt, kann der Orgelspieler etwas festliches spielen, eventuell mit einer Begleitstimme (Oboe, Flöte, Klarinette, Geige…). Ein paar Tipps dazu:
- Wassermusik von G.F. Händel
- Mondlichtserenade von Beethoven

Der Einzug sollte festlich und feierlich sein, Marsch-Charakter haben (3/4 Takt) und im wahrsten Sinn des Wortes alle Hochschrecken. Der Klassiker von Felix Mendelsohn Bartholdy, der Hochzeitsmarsch erfüllt diesen Zweck sehr gut, er ist aber auch schon ziemlich abgedroschen und irgendwie langweilig. Alternativen zum Hochzeitsmarsch:
- Hochzeitsmarsch – Richard Wagner
- Hochzeitsmarsch aus: Sommernachtstraum
- Air F-Dur – G. F. Händel
- Amazing Grace
- Ave verum – W. A. Mozart
- Brautchor aus Lohengrin – Richard Wagner
- Chapel of love – Elton John
- Elvira Madigan – Mozart
- Halleluja – G. F. Händel
- In my life – Beatles
- Kanon in D-Dur – J. Pachelbel
- Largo aus: Xerxes – Georg Friedrich Händel
- Morgenstimmung aus Peer Gynt – Edvard Grieg
- Präludium C-Dur – Johann Sebastian Bach
- Präludium G-Moll – Johann Sebastian Bach
- Romanze aus: Eine kleine Nachtmusik – Mozart
- Toccata F-Moll – J. M. Wido


Danach empfiehlt es sich, im Laufe des Gottesdienstes die Gemeinde ein gemeinsames Lied singen zu lassen, denn dann sind alle eingebunden, alle dabi, alle begeistert und mit entsprechender Unterstützung von ein paar guten Sängern und vor allem der Orgel sollte das auch machbar sein. Zum Beispiel:
- Ich bete an die Macht der Liebe – D. Bortiansky
- So nimm denn meine Hände – F. Silcher

Der nächste Punkt wäre dann die passende Musik zur Vorbereitung auf die eigentliche und zentrale Trauzeremonie. Hier sollte man etwas getragenes finden, nichts trauriges, aber eben auch keinen lustigen Walzer oder einen Chart-Hit. Auch hier lohnt sich ein Blick in das Gesangbuch, das Gotteslob der Kirche, oder in Chorliederbücher. Denn hier sollte vor allem der Text zur Zeremonie passen

Nach der Zeremonie sollte die Musik dagegen fröhlich und beschwingt sein. Beispielsweise könnte hier eine Sopranistin einen Teil einer Arie singen oder besser etwas Barockes, einen Händel.
- Alles was Odem hat, lobe den Herrn
- Lobe den Herren, den mächtigen König

Zum Auszug bzw. am Ende der Hochzeit sollte man nochmals die Gemeinde singen lassen um nochmals alle einzubinden. Ein gemeinsam gesungenes “Großer Gott wir loben Dich” kann hier begeistern. Und dann soll die Orgel den Schlussakkord aufnehmen und ruhig weiterspielen, während sich das Brautpaar vom Altar zum Ausgang bewegt und sich die Gemeinde dem Auszug anschließt.